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Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, warum George Washington
(1732-1799), der 1.Präsident der USA auf praktisch allen Portraits so verbittert aussieht? Eigentlich hätte er doch allen Grund zu strahlen. Die Unabhängigkeit der USA ist erreicht und er ist der Präsident.
Aber sehen Sie selbst: |
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Dies sind nur 3 Beispiele.Die Antwort liegt in seiner Prothese! Prothesen in dieser Zeit
waren üblicherweise aus Holz geschnitzt und deshalb sehr schwer. Als Zähne wurden entweder Tierzähne von Ochsen, Nilpferden oder Seekühen verwendet. Besser waren jedoch Menschenzähne, die mit kleinen Nägeln
im Holz befestigt wurden. Solche Prothesen waren zum Essen kaum zu gebrauchen. Washingtons war dagegen ganz aus Elfenbein geschnitzt und mit einem Gaumen aus Gold versehen. Er zahlte 60 Dollar an seinen
Zahnarzt John Greenwood für diese Arbeit, war aber gezwungen, selbst bei offiziellen Essen nach kurzer Zeit den Raum zu verlassen und im Nebenzimmer heimlich etwas zu sich zu nehmen. |
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Heute ist jedes der noch existierenden 6 Gebisse für einen Betrag von 10 Millionen US-Dollar versichert. 1797 schrieb
Washington an seinen Arzt: ‘Die beigefügten Zähne haben sich nach und nach gelockert; und zwei oder drei sind letztendlich herausgebrochen. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sie mir so bald wie möglich retournieren
könnten, denn obwohl ich derzeit einen anderen Satz benutze, so sind sie doch beide unbequem im Munde und beulen meine Lippen auf eine Art und Weise aus, daß sie beachtlich geschwollen aussehen.’ |
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Auch andere bekannte Persönlichkeiten der Zeit hatten mit den Folgen der Behandlung durch ihre Zahnärzte zu kämpfen.
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Ludwig XIV
(1638-1715) dem französischen ‘Sonnenkönig’ wurden alle seine Zähne gezogen, obwohl sie, nach Ansicht einiger Biografen, noch völlig intakt waren. Andere berichten, seine Zähne wären ruiniert gewesen. Bei der Extraktion wurde ein Teil des Gaumens zerstört.
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Es entstand eine Verbindung zwischen Mund- und Nasenhöhle, was ein Essen sehr erschwerte. Die Speisen kamen nämlich
teilweise zur Nase wieder heraus. Eine Mundpflege war natürlich auch unmöglich und es entstand ein schlimmer Mundgeruch. Damit das Loch zuwachsen sollte, wurde die Stelle mehrfach mit einem glühenden Eisen
ausgebrannt. Eine Heilung trat aber, trotz dieser schmerzhaften Behandlung nicht ein. Ausserdem wurde ihm der Unterkiefer gebrochen. Wie der König diese Torturen überstanden hat, ist heute nicht mehr
nachvollziehbar. Man sieht, auch die Mächtigen hatten unter ihren Zahnärzten zu leiden. |
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Allerdings hätten auch schon damals die Reichen etwas für ihre Zähne machen können, wie die Zahnbürste beweist, die im
Sommer 2003 in Quedlinburg gefunden wurde. Sie stellt die älteste bisher in Europa gefundene Bürste dar und ist ca 250 Jahre alt. |
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Der Gebrauch der Bürste war vor allem für die wolhhabenderen Bürger notwendig, da nur sie sich eine zuckerreiche Nahrung
leisten konnten, aber auch Karies entwickelten. Die Bürste ist aus Schweinsknochen und 9 cm lang. |
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Philipp Pfaff (*
1713; † 4. März 1766) war der Königlich-Preußische Hofzahnarzt von Friedrich dem Großen und revolutionärer Vordenker in der Zahnmedizin. Er veröffentlichte im Jahre 1756 das erste Lehrbuch der Zahnheilkunde in
deutscher Sprache: „Abhandlungen von den Zähnen und deren Krankheiten“. Unter anderem wird darin beschrieben, wie ein Wachsabdruck vom Kiefer gefertigt und dieser mit Gips ausgegossen wird, um auf dem Kiefermodell
Zahnersatz herzustellen. Außerdem findet sich hier die Erstbeschreibung einer direkten Überkappung des vitalen Zahnmarks mit einem gebogenen Stück Gold.
Pfaff legte das Buch auch seinem König Friedrich dem Großen vor, der ihn darauf mit dem in Preußen erstmalig verliehenen Titel „Hofzahnarzt“ und „Hofrat“ auszeichnete (Quelle:wikipedia) |
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Wie sich die Behandlungsmöglichkeiten weiter entwickelt haben, können Sie auf den folgenden Seiten entdecken. |
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