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Noch bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts wurden Prothesen mit Menschenzähnen hergestellt. So wurden z.B. auf den
Schlachtfeldern der Zeit den Gefallenen von ‘Spezialisten’ die Zähne entfernt, die anschließend in Prothesen verarbeitet wurden. Diese Gebisse wurden ‘Waterloo-Zähne’ genannt, nach der Schlacht von 1815
.Erst ca 30 Jahre später wurden Porzellanzähne
entwickelt und dieser makabre Brauch damit beendet. |
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Diese Einrichtung aus der Zeit um 1900 stellte einen frühen Höhepunkt in der Entwicklung der Behandlungseinheiten
dar. Die Armstützen sind mit Löwenköpfen verziert und vielleicht sollen diese den entsprechenden Mut auf die Patienten übertragen ? |
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Einer der ‘berühmtesten’ Zahnärzte des 19.Jh. in Amerika war Dr.John Henry ‘Doc’ Holliday (1852 - 8.11.1887). Nach einer
2jährigen Ausbildung eröffnete er eine Praxis in Dallas, die er aber bereits nach kurzer Zeit wieder schließen mußte, da er an Tuberkulose, damals noch unheilbar, erkrankt war. Noch zweimal machte er den
Versuch in anderen Orten zu praktizieren, gab aber immer wieder schnell auf, obwohl er nach Aussagen von Zeitzeugen ein guter Zahnarzt war und er selbst diesen Beruf sehr liebte. In den verbleibenden Lebensjahren verdiente er sein Geld mit
Glücksspiel, indem er zu einem der größten Spieler in Arizona wurde. Als Folge dieser Tätigkeit wurde er in zahlreiche Duelle verwickelt und hat ca 17-30 Männer (die Zahlen differieren) erschossen,
ohne je dafür angeklagt oder verurteilt worden zu sein. Er war ausserdem mit den Brüdern Earp an der bekanntesten Schiesserei der Zeit, 1881 am O.K.Corral in Tombstone beteiligt. Sie ist bis heute in
unzähligen Büchern und Filmen, zuletzt in ‘Wyatt Earp’ mit Kevin Costner und Dennis Quaid als Doc Holliday, behandelt worden.
Zu seinem eigenen Erstaunen ist ‘Doc’Holliday an der Schwindsucht in seinem Bett verstorben und nicht, wie er wohl selbst
befürchtet hatte, in einem der vielen Pistolengefechte, an denen er in seinem kurzen Leben teilnahm. Dies ist in kurzer
Version eine Zusammenfassung des Lebens eines wirklich sehr ungewöhnlichen Zahnarztes. |
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Um auf sich aufmerksam zu machen, wurde die Werbung entdeckt. Denn durch die neuen Methoden bekamen auch die weniger Reichen endlich
die Möglichkeit, sich von Zahnärzten behandeln zu lassen. Die Zahnheilkunde spezialisierte sich weiter und trennte sich von den Chirurgen. Die Ausbildung wurde durch eine Lehre bei einem anderen Zahnarzt,
den sogenannten ‘Dentisten’ abgeleistet. Aber auch die Ausbildung an den Universitäten etablierte sich. In Deutschland wurden die beiden Berufsbilder erst Anfang der 50er Jahre des 20.Jahrhunderts vereinigt und als
ausschließlicher Behandler der Zahnarzt mit Universitätsausbildung zugelassen. |
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Auch die Frauen eroberten sich diesen Beruf. Bereits im 18.Jahrhundert gab es erste Behandlerinnen, die
meistens bei ihren Männern gelernt hatten. Gegen 1870 nahm in Deutschland die erste Frau mit Universitätsabschluß die Arbeit auf, Dr.Henriette Hirschfeld-Tiburtius (1834-1911) . Das Studium konnte sie
damals aber nur in den USA abschließen. In Deutschland wurden die ersten Frauen erst Anfang des 20.Jahrhunderts zur Universität zugelassen. Mittlerweile sind über 50% der Studenten der Zahnmedizin
Frauen.. |
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Dr.Henriette Hirschfeld-Tiburtius ©daz veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der DAZ |
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Auf der folgenden Seite sehen Sie Werbung rund um den Zahn, aus früheren und heutigen Zeiten
und einen Einblick in die Welt der Zahnmedizin in der
Kunst. |
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